Spoke 34

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DEUTSCHE VERBRINGEN ANDERTHALB WOCHEN IM JAHR AUF DEM FAHRRAD

Deutschland fährt Fahrrad. Nur zwei Prozent der Bevölkerung können kein Rad fahren. Zwei Drittel macht noch vor der Einschulung die ersten Fahrversuche, über ein Drittel spätestens als Schulkind. Interessanterweise brachte sich jeder Dritte zwischen 55 bis 65 Jahren noch selbst das Radfahren bei, während 81 Prozent der jungen Generation zwischen 16 und 24 Jahren das erste Mal von den Eltern aufs Rad gesetzt wurden. Das Fahrrad wird vor allem zur Alltagsnutzung gebraucht, 20 Prozent benutzen es hingegen hauptsächlich als Sportgerät. Insgesamt fährt fast jeder vierte Deutsche mehrmals in der Woche mit dem Rad, das für die meisten ein normales Fahrrad mit Nabenschaltung ist.

  • Radfahren dient sowohl der Entspannung als auch der sportlichen Betätigung. Wer nicht Fahrrad fährt, begründet dies unter anderem mit dem schlechten Wetter, fehlender sicherer Radwege oder der körperlichen Anstrengung.
  • Bei den beliebtesten Outdoor-Sportarten steht Radfahren mit Abstand auf Platz eins, gefolgt von Schwimmen und Wandern.
  • 21 Prozent der Deutschen wurde schon einmal ein Fahrrad gestohlen. 18 Prozent sogar mehr als eins. In Großstädten werden insbesondere Fahrradsättel (64 Prozent) und Klingeln (42 Prozent) gestohlen – auf dem Land hingegen mehr Fahrradkörbe und -taschen (50 Prozent) sowie Dekoration (42 Prozent).
  • Ein Drittel der 55 bis 65-Jährigen kann nichts an seinem Fahrrad selbst reparieren, bei den jungen Leuten im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sind es nur 19 Prozent.
  • Die Deutschen sind der Meinung, dass man in der Stadt am schnellsten mit dem Rad an sein Ziel kommt, noch vor dem Auto und dem öffentlichen Nahverkehr. 52 Prozent aller Deutschen nutzen das Rad daher als Fortbewegungsmittel für diverse kurze Wege, etwa Einkaufen, Besuche, Kino.
  • Jeder dritte Radler (32 Prozent) auf deutschen Straßen trägt einen Fahrradhelm. Verglichen mit 2011 ist die Zahl der Helmträger um sechs Prozentpunkte von 26 auf 32 Prozent gestiegen.
  • Um das Radfahren sicherer zu machen, plädieren die Deutschen für gegenseitige Rücksichtnahme und durchgängige Radwege beziehungsweise von der Straße getrennte Radwege.
  • Die meisten Deutschen (51 Prozent) besitzen ein normales Rad mit Nabenschaltung, gefolgt von Mountainbikes (30 Prozent) und Trekking- oder Touring-Bikes (26 Prozent).

Die wichtigsten Beweggründe der Deutschen für das Fahrradfahren sind die Gesundheit (86 Prozent), dass es nichts kostet (54 Prozent) und umweltfreundlich ist (62 Prozent). Das gilt sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt. Über die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) nutzt das Rad für Touren zur Entspannung oder für Radtouren und Ausflüge (48 Prozent). Besonders bei der mittleren Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen ist diese Art der Nutzung ausgeprägt (50 Prozent). Aber für die Deutschen gibt es noch andere positive Aspekte. So ist Radfahren für knapp 17 Prozent attraktiv aufgrund steigender Benzinkosten und für 21 Prozent ist es entspannender als Autofahren. Für 38 Prozent ist das Rad sogar das beste Verkehrsmittel, um in der Stadt schnell ans Ziel zu kommen. Für jeden Vierten jedoch ist Radfahren zu anstrengend. Zudem zeigt sich, dass vor allem die Menschen in ländlichen Regionen auf das Radfahren verzichten, weil das Wetter oft zu schlecht ist (44 Prozent).

Bei den entspannenden Tätigkeiten an der frischen Luft landet das Fahrradfahren mit 58 Prozent auf Platz zwei, gleich hinter Spazieren gehen (72 Prozent) und Sitzen und Schauen / Lesen Faulenzen (59 Prozent). Bei den beliebtesten Outdoor-Sportarten steht Radfahren mit Abstand auf Platz eins, gefolgt von Schwimmen und Wandern.
Ein Drittel der Deutschen nutzt das Rad für Ausdauer- und Fitness-Training. Dabei zeigt sich, dass Menschen, die das Fahrrad als Sportgerät benutzen, tendenziell mehr als ein Zweirad besitzen. 39 Prozent der Sportaffinen haben mindestens zwei Räder und jeder Achte sogar drei. Im Durchschnitt besitzt jeder zweite Deutsche ein Fahrrad und gerade mal jeder Vierte zwei Räder. Sportler sind außerdem bereit, mehr für ihr Fahrrad auszugeben. Während knapp die Hälfte (49 Prozent) der Deutschen nur 100 bis 500 Euro für ihr letzte Rad ausgegeben haben, kaufen 39 Prozent der Sportler gern Räder im Wert von 500 bis 1.000 Euro und 20 Prozent sogar im Wert von 1.000 bis 2.500 Euro. Die beliebtesten Fahrradtypen für die sportliche Nutzung sind dabei das Mountainbike (50 Prozent) und das normale Rad mit Nabenschaltung (37 Prozent).

Jeder dritte Radler (32 Prozent) auf deutschen Straßen trägt einen Fahrradhelm. Verglichen mit 2011 ist die Zahl der Helmträger um sechs Prozentpunkte von 26 auf 32 Prozent gestiegen. Unter den Befragten, die das Fahrrad für sportliche Zwecke nutzen, trägt sogar mehr als jeder Zweite einen Helm (55 Prozent) – ein Anstieg von 17 Prozentpunkten im Vergleich zu 2011. Gut ein Drittel aller Befragten (28 Prozent) hat sich für eine gesetzliche Helmpflicht ausgesprochen und 36 Prozent für eine Helmpfl icht für Kinder. Zudem sind ein Drittel der Deutschen der Meinung, dass vor allem eine Helmpfl icht das Fahrradfahren auf deutschen Straßen sicherer machen würde. Während unter den Erwachsenen im Alter zwischen 55 und 65 nur ein Viertel von dieser These ausgeht, ist es bei den 16 bis 24-Jährigen fast die Hälfte (48 Prozent). Dennoch tragen 68 Prozent der Radler noch keinen Helm. Die Gründe dagegen sind sehr unterschiedlich: Während ein Viertel der Befragten sich auch ohne Helm sicher fühlt, geben 23 Prozent reine Bequemlichkeit als Grund an, keinen Helm zu tragen. Denn diese seien unhandlich und schwer zu verstauen. 16 Prozent der Deutschen geht ihre Frisur vor Sicherheit. Besonders bei den jungen Leuten (16 bis 24) ist die Optik wichtiger, als den Kopf zu schützen (35 Prozent).

Ein Normalrad mit Nabenschaltung besitzen die meisten Deutschen (51 Prozent), gefolgt vom Mountainbike (30 Prozent). Andere Radtypen sind allerdings stark im Kommen. Das E-Bike empfindet fast ein Drittel der Deutschen als gerade total trendy. Besaßen vor zwei Jahren nur ein Prozent der Gesamtbevölkerung ein E-Bike, sind es 2013 zwei Prozent. Total out dagegen ist für mehr als ein Viertel das Bonanza-Rad. Das Fixie-Rad (36 Prozent), das Mountainbike (51 Prozent) und das Vintage-Rad (40 Prozent) sind laut Studie zeitlose Klassiker. Beim Kauf eines Rades sind vor allem Merkmale wie die Verarbeitung (63 Prozent) und gute Fahreigenschaften (71 Prozent) sehr wichtig. Die Marke spielt dabei eine untergeordnete Rolle, denn jeder Zweite hält sie bei der Kaufentscheidung für eher unwichtig. Anders sieht es bei Befragten aus, die ihr Fahrrad für sportliche Zwecke nutzen. Bei den Sportfahrern sind insbesondere Marken wie Kettler (44 Prozent), Pegasus (28 Prozent) oder Peugeot (26 Prozent) gut bekannt.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen (56 Prozent) hält das Radfahren in Städten für gefährlich, 20 Prozent sogar für sehr gefährlich. Dagegen schätzen 65 Prozent das Radeln auf dem Land eher als ungefährlich ein. 22 Prozent der Deutschen, die nicht mit dem Fahrrad fahren, geben als Grund zu wenige sichere Radwege an. 15 Prozent haben Angst vor Autos, LKW und Bussen. Dies spielt vor allem in den Großstädten eine bedeutende Rolle (18 Prozent). 68 Prozent tragen jedoch beim Radfahren trotzdem keinen Helm und auch nur knapp über einem Viertel ist für eine grundsätzliche Helmpflicht. Um das Radfahren sicherer zu machen, plädieren die Deutschen für gegenseitige Rücksichtnahme und durchgängige Radwege beziehungsweise von der Straße getrennte Radwege.

Fakten zur Studie

Marktforschungsinstitut Research Now
Befragungsform: Online-Fragebogen
Befragungszeitraum: April 2013
Stichprobe: 1001 Befragte im Alter von 16 bis 65
Jahren, 50 Prozent Männer und 50
Prozent Frauen, 20 Prozent nutzen das
Fahrrad für sportliche Zwecke.
Konzept und Durchführung: Agentur Frau Wenk+++

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