Spoke Mag #31

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Ausgabe #31 – OUT NOW!

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REFLEKTIERENDE SPOKE STICKER VON HAPPAREL

Reflektierende Aufkleber, komplett folierte Rahmen, ein Bikeshop und zwei Fahrradverrückte Typen – wir haben die Jungs von Happarel aus Berlin getroffen.

Eberhard Schilling in der Werkstatt von Happarel, die mitten in Berlin-Kreuzberg liegt.

 

Hey Eberhard, stell dich unseren Lesern doch mal kurz vor.
Hallo, ich bin Eberhard Schilling, komme ursprünglich aus Köln und bin wegen meines Studiums in Politikwissenschaften nach Berlin gezogen. Hier bei Happaral bin ich eher durch Zufall reingerutscht. Ich habe in einer Bar gearbeitet, wo ich meinen französischen Kumpel Antoine Caperon kennengelernt habe, der auch so fahrradverrückt ist wie ich und schon früher gerne geschraubt hat. Er ist Designer und Mechaniker und hat irgendwann angefangen, Räder zu folieren. Dann folgte die Idee, ein komplett reflektierendes Bike zu machen. Das fand ich so geil, dass wir angefangen haben, das Ganze zu professionalisieren, damit man es auch jemandem anbieten kann. Die Resonanz war immer super, also haben wir die Firma Happarel gegründet.

Du bist also wegen der Firma hier in Berlin hängengeblieben?
Ja. Ich habe zwar nach dem Studium kurz überlegt, etwas im Bereich Politik zu machen, aber irgendwie war mir der Bürojob zu unsexy. Außerdem hatte ich Lust, etwas Neues auszuprobieren. Und natürlich lässt man sich auch schnell von dem Vibe der Berliner Kreativszene anstecken.

Wie lange genau macht ihr das jetzt schon mit Happarel?
Wir haben vor rund zweieinhalb Jahren angefangen und haben uns bei einem Freund in der Werkstatt hier in Kreuzberg eingemietet. Da konnten wir dann lackieren, haben uns auch einen Sandstrahler zugelegt und vieles mehr. Wir haben also erst mal alles selber gemacht, bis wir gemerkt haben, dass das doch ein wenig viel ist. Das Ganze war anfangs eher hobbymäßig angelegt, trotzdem hatten wir ja schon die Firma und konnten dank ihr auch schon ein Zulieferernetzwerk aufbauen, um an Teile für Komplettaufbauten zu kommen.

Reflektierende Sticker bekommt ihr bei Happarel in unzähligen verschiedenen Designs.

Das klingt sehr vielseitig. Was genau ist euer Konzept mit Happarel?
Wir möchten Sachen machen, die sehr sicher sind, und damit eben die Sicherheit des Radfahrers erhöhen. Gleichzeitig sollen sie aber nicht scheiße aussehen und umständlich zu montieren sein. Bisher ist es ja so, dass alles, was an reflektierenden Sachen zu bekommen ist, eher hässlich ist – zum Beispiel die gelben Leuchtwesten. Deswegen haben wir den Designaspekt mit dazugepackt. Neben den komplett folierten und reflektierenden Rahmen, die natürlich auch kostspielig sind, haben wir auch Produkte entwickelt, die sich jeder leisten kann und mit denen jeder an seinem Rad kreativ werden kann. Es gibt kleinere Sticker, komplette Sticker-Kits und nebenbei auch Bekleidung mit reflektierenden Motiven. Dazu gibt es dann auch noch ein wenig Merch wie zum Beispiel reflektierende Cycling-Caps. Und zu guter Letzt haben wir hier auch noch eine kleine Werkstatt mit drin, in der wir ganz normale Reparaturen durchführen. 

Ein regulärer Bikeshop also?
Ja richtig, wir reparieren und machen Custom-Aufbauten, wenn jemand Bock hat. Auch das Thema „Upcycling“ ist bei uns präsent. Wir haben schon mehrere alte Räder wieder fit gemacht und in einem neuen Look erstrahlen lassen. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass die alte Farbe runtergeholt wird und man mit einem Digitaldruck auf Folie ein völlig neues Bike kreiert.

Wie sieht es mit eigenen Rahmen aus?
Tatsächlich haben wir gerade unseren ersten Prototypen gebaut. Wir arbeiten mit Edelstahl und haben so vor allem in Sachen Gewicht einen echt guten Stand. Wir stehen noch am Anfang, aber das ist so die Richtung, in die es gehen soll: eine eigene Bike-Linie aus Edelstahl. Man kann hervorragend mit den Folien und Aufklebern direkt auf dem Stahl arbeiten, ohne ein Rostproblem zu bekommen. 

Wie sieht es bei euch beiden mit der Aufgabenverteilung aus?
Antoine ist der Kreative und verantwortlich für den visuellen Auftritt von Happarel. Ich hingegen mache einfach alles andere: Kommunikation, Sales, Marketing, Events und alles, was sonst noch so ansteht! 

Das war für dich doch totales Neuland. Konntest du trotzdem etwas aus dem Studium gebrauchen?
Ja und nein. Natürlich musste ich mir im kaufmännischen Bereich vieles beibringen, aber ich versuche, das ein wenig zu verknüpfen. Wir sind zum Beispiel auch Teil des „Volksentscheids Fahrrad“ und engagieren uns für eine fahrradfreundlichere Stadt Berlin. Zudem haben wir noch ein Konzept für öffentliche Fahrrad-Verleihsysteme in Großstädten in petto, das wir im September auf der „Internationalen Cycling Conference“ vorstellen werden.

Na dann sind wir gespannt und wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

 

Wer mehr über Happarel erfahren will, die Jungs haben auch eine Webpage: reflective.bike

Und wer richtig Bock hat: wir haben ab sofort coole SPOKE Reflektorsticker als Aboprämie im Angebot. Es ist ganz einfach: jetzt für ein SPOKE Abo entscheiden und neben dem reduzierten Abo Preis gleich noch ein cooles Stickerset mit abstauben.

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